Sonntag, 30. Dezember 2007

Statistiken und Vergleiche

In Deutschland gibt es heute so ungefähr 320.000 Jäger. Dieses bedeutet, dass 4 Promille der Bevölkerung Jäger ist. Natürlich gibt es lokale Schwankungen, aber es wäre unrealistisch zu behaupten, dass der Landkreis Karlsruhe nach unten hin abweicht. Baden-Württemberg hat 28 bis 35.000 Jagdscheininhaber (unterschiedliche Quellen) bei einer Bevölkerung von 11 MIO haben somit 3 Promille der Einwohner einen Jagdschein gelöst. Gab es in 1973 in der BRD 240.000 Jäger bei einer Bevölkerung von 59 Mio, so zeigt dieses, dass der Anteil Jäger an der Bürgerbevölkerung einigermaßen konstant bleibt.

Im direkten Vergleich unserer Region sind die Einwohnerzahl zu „in JV organisierte Jäger“ wie folgt:
192.000 zu 510 Landkreis Bruchsal (hochgerechnet mit Daten aus Wikipedia)
530.000 zu 870 Stadtkreis Karlsruhe
307.000 zu 870 Mannheim
534.000 zu 810 Rhein-Neckar

Vergleicht man die Strecken in BW 71/72 zu 06/07 und diese Zahlen im Vergleich zu der Region KJV Bruchsal

Wildart _______BW 71/72 ___ 06/07 ___ JV Bruchsal 06/07 (in % zu BW 06/07)
Schwarzwild_____ 3.600____18.000____ 925 = 5,1%
Rehwild________115.000___144.000____912 = 6,3%
Hasen__________117.000____12.000____129 = 1,1%
Kaninchen_______18.000_____2.100____110 = 5,5%
Füchse__________19.000____55.000_____685 = 1,2%
Enten___________34.000____18.000_____280 = 1,5%

kommt man zu dem Schluss, dass beim einen Verhältnis Landkreis BR zum Land BW von 5,8% im Gebiet der KJV Bruchsal Schwarz- und Rehwild proportional in der Strecke vertreten sind. Aus dem Streckenergebnissen nach Bundesländern und Jahren ist eine Aussage zu Schwarzwild momentan nicht ganz trivial. (Quellen: Jagdonline, Wikipedia, LJV Jahresbericht, KJV Jahresbericht, 50 Jahre JV Bruchsal Festschrift).

Die Anzahl Jagdhundewelpen (Quelle VDH), geworfen zwischen 1997 und 2006, beträgt 288.000, wovon vielleicht so 133.000 in Jägershand sein dürfen. Das Gefühl, dass jeder 3. bis 6. Jäger einen Jagdhund hat, ist somit nachvollziehbar. Nicht jeder Hund wird auf Prüfungen geführt. Bei den Prüfungen sollte unterschieden werden zwischen den züchterischen (VJP, HZP, VGP) und anderen (BrP) Prüfungen. Werden noch so 50% der Welpen zur VJP vorgestellt, sind es zur VGP noch so 10 bis 15%. Weder das Jagdgesetz noch die Haftpflichtversicherung schreibt eine Ausbildung bzw. eine Prüfung vor, trotzdem gibt es eindeutige Vorteile sich mit seinem Jagdbegleiter intensiv auseinander zu setzen. Alleine aus jenem Aspekt, dass dieser Freund mich über mindestens 10 Jahren begleitet. Also gibt es statistisch einen Schulungsbedarf von 30-40 Hunde/Jahr innerhalb des Gebietes KJV Bruchsal.

Entsprechende Kennzahlen zu Jungjäger (BW hatte in 06 1150 JJ-Anwärter), Schießbetrieb, Jagdhornbläser fehlen mir.

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