In den letzten 10 Monaten ereignete sich nicht so viel. Der neue HRL lud zu seiner ersten Versammlung ein und verfolgte dabei die alte (Zweiklassengesellschaft) Vorgehensweise, da sich diese doch so „in der Vergangenheit bewährt“ hatte. Zur zweiten Versammlung lud er mittels Anzeige im „Jäger in Baden-Württemberg“ ein. Für die dritte Versammlung war er in Eile und lud mich mittels SMS auf unserer Festnetznummer ein. Die einfachere Lösung: Verwendung von e-mail Adressen ist aber immer noch nicht gültiger Praxis. Die 1. Klasse Jäger in diesem HR bekommen die Einladungen rechtzeitig und schriftlich per Post. Vielleicht wird’s mal in naher Zukunft gelingen das alle die Informationen zur Versammlung rechtzeitig und umfangreich bekommen: man soll ja nie die Zuversicht aufgeben.
In den letzten 12 Monaten verwendete ich u.a. damit als Richteranwärter bei unterschiedlichen Vereinen an Prüfungen unterschiedlicher Art teilzunehmen. Normalerweise dauert die Richteranwärterschaft 2 Jahre; ich konnte die Bedingungen innerhalb von 12 Monaten absolvieren und bekam in Dezember 2007 die erfreuliche Botschaft, dass ich nun als JGHV Verbandsrichter anerkannt bin. In der Zeit meiner Anwärterschaft nutzte ich die Gelegenheit bei vielen Vereinen mal reinzuschauen. Ob nun während der Prüfung oder nach Abschluss in gemütlicher Runde, es bestand ausreichend Möglichkeiten Erfahrungen und Ansichten zu diskutieren und zu reflektieren. An vielen Stellen steht das Vereinsleben bei diesen vereinen ebenfalls vor einem Umbruch, die entweder von jüngeren Mitglieder vorangetrieben wird, oder mangels Mut um eine nicht-definierte Zeit vor geschoben wird.
Also zurück zur Unterscheidung zwischen „stlller“ und „gelber“ Post (die Zweiklassengesellschaft der Informationspolitik inkl. Einladungen). Man kann nun verärgert sein, dabei beleidigt spielen, aber ändern wird das schon gar nichts. Die innere Kündigung für mich selber auszusprechen ist vielleicht schonend für alle betroffenen Personen und vielleicht auch wohl die stille Absicht einiger, damit wird jedoch der Handlungsbedarf nicht artikulierbar und sichtbar für anderen. Bleibt also nur eins übrig: nimm es selber in die Hand.
Dann kam die Nachricht „Die Position KJM steht zur Mitgliederversammlung 2008 turnusgemäß zur Wahl“. Eine Ergänzung folgte diese Nachricht: „der aktuelle KJM hält sich nach 20 Jahren bereit das Amt weiterzuführen, wenn es keine Kandidaten gibt“. Also spreche ich das Thema der Kandidatur mit einigen Jagdkollegen an. Allen ermutigten mich die Kandidatur wahrzunehmen und dieses nicht nur wegen der bevorstehenden Hängepartie. Damit nun allen Beteiligten sich entsprechend vorbereiten können, schreibe ich Anfang Dezember an einem ruhigen Moment einen Brief am jetzigen KJM, wo ich meine Absicht zum KJM zu kandidieren bekunde. Kopien gehen zu HRL, Bezirks- und Landesjägermeister. Es ist noch immer die Zeit von Drück- und Bewegungsjagden, sodass mit einer schnellen, direkten Antwort nicht zu rechnen ist.
Mitte Dezember versand ich den KJM ein Fax mit der Bitte um Empfangsbestätigung meines Schreibens zur KJM Kandidatur. Telefonisch meldete sich anschließend der aktuelle KJM mit der Nachricht, dass es keine Empfangsbestätigung gibt („wozu dieses denn auch nötig sei“) und mein Schreiben wird bei der Mitgliederversammlung vorgelesen. Damit war meine Meinungsäußerung wohl sehr deutlich und bewertend quittiert worden. Hatte ich in meinem Schreiben noch beigefügt, dass ich für Gespräche und Diskussionen innerhalb der JV bereitstehe, war die Antwort des KJM’s wohl so zu interpretieren, dass es keine gemeinsame (aktuelle Vorstandschaft mit Kandidaten) Veranstaltungen oder Vorbereitungen gibt.
Was tut man in solch einen Fall?
- Ist man frustriert oder entwickelt man die notwendige Kreativität?
- Welche Lösung liegt auf der Hand, wenn man sich beruflich mit „social communities“ befasst?
Beim Bloggen
- ist man konstruktiv und bleibt höflich im Umgang mit Kritik
- Ist man offen und verheimlicht nicht das, was anderen schon wissen oder demnächst wissen werden
- weiss man, dass Informationen auch Externen zugängig werden. Das Konstruktive besagt dann, dass Externen daraus ebenfalls lernen können bzw. ihren Nutzen ziehen können.
Am 15./16.3.2008 treffen sich Zuchtverbände unterschiedlicher Jagdhunderassen und Jagdgebrauchshundevereine zu ihren jährlichen bundesweiten Mitgliederversammlungen. Diese Information war mein Kandidatenschreiben beigefügt. Also bin ich an jenem Wochenende verhindert an kann keine Versammlungen oder andere Tätigkeiten wahrnehmen. Da der KJM augenscheinlich an einer Zusammenarbeit mit Kandidaten kein Interesse hat, stellt sich natürlich die Frage, wann er denn nun die Mitgliederversammlung der KJV terminiert. Lassen wir uns mal überraschen. Es ist ja noch Weihnachten und noch 3 Monate bis Ende März. Kann ja noch viel passieren.
Mit dem Ende dieses 3. Blogs ist ein Großteil der Vergangenheit zu meiner Kandidatur KJM Bruchsal beschrieben. In den zukünftigen Blogs möchte ich mich Gegenwart und Zukunft widmen.
Perspektivisch?: Es kam die Frage auf, ob ich denn nun auch als Bürgermeister in Östringen kandidieren werde. Da es hier noch einiges an Zeit gibt, wird momentan eine definitive Antwort wohl nicht so dringlich sein.
Die Abkürzungen sind im 2. Blog "meine Wahrnehmungen im Verein KJV Bruchsal" erläutert.

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