Sonntag, 24. Februar 2008

Strategien und Prognosen

Es sind noch 2 Wochen bis zur HV/MV der JV Bruchsal. Einige Gespräche, die ich in der vergangenen Woche hatte, versuchen sich schon in einer Prognose, als hätten wir hier eine Landtagswahl. Zum Glück ist die Wahl in der JV Bruchsal weit unbedeutender als die der letzten aber auch die der anstehenden Landtagswahl. Analogien mit Personen oder Parteien zu suchen ist ebenfalls unsinnig. Also bleiben wir erstmal in unserem beschaulichen, ehemaligen Landkreis, Bruchsal.

In meinen Beiträgen habe ich an vielen Stellen deutlich durchblicken lassen, dass ich für Veränderungen bin. Dieses aus dem Zweck heraus, dass die Jagd auch für die nächste Generationen noch so erlebt werden darf wie wir es jetzt und hier miterleben dürfen. Diese Veränderungen bedeuten auch „loslassen können“. Und hier unterscheiden sich die Meinungen. Konservativ betrachtet möchte man alles (wenn es irgendwie geht) beim Alten lassen. Veränderungen sind gut, wenn sie die „eigene Belangen“ nicht tangieren und wenn, dann nur positiv. „Loslasen“ bedeutet auch „alte Zöpfe“ abschneiden, Verantwortung übertragen, eine Standortbestimmung durchzuführen und eine neue Richtung zu suchen und zu finden. Wir allen haben diese schon mehrfach in unserem leben gemacht, sonst würden wir nicht hier und heute so leben wie wir leben.

„Nicht loslassen“ bedeutet, dass andere nicht in die Verantwortung genommen werden. Es vergeht Zeit (Wahlperiode oder Pachtperiode) und die anderen werden auch älter, aber nicht per se weiser und erfahrener (da sie Zaungäste bleiben). Irgendwann kommt dann der Tag, wo der Riemen abgeschnallt wird und nun sollen die „Jungen“ von 0 auf 100 innerhalb kürzester Zeit. Weitergehende Ausführungen bringen diese Diskussion auch nicht zu einem allgemein akzeptierten Konsens.

Also sind die Varianten noch offen:

  1. Herr Bachert und ich kandidieren.
  2. Herr Bachert tritt kurz vor der Versammlung zurück und es gibt keinen weiteren Kandidaten.
  3. Ein dritter Kandidat meldet sich kurzfristig.
  4. Ein dritter Kandidat meldet sich und Herr Bachert entscheidet kurzfristig, dass er nicht mehr weiter kandidiert und somit sind es zwei (neuen) Personen, die kandidieren

Die Varianten mit 4 oder mehr Kandidaten sind eher unrealistisch.

Nun kann sich während der Versammlung das Stimmungsbild so wandeln, dass der Verein in einem Patt steht: Konservativ versus Veränderung. Dieses Patt kann sich quer durch den Mitglieder bestand und Vorstandschaft ziehen. So etwas ist möglich und passierte so letztes Jahr in Neumarkt in der Oberpfalz. Und dann gab es dort plötzlich eine neue Jägervereinigung. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung braucht die Unterstützung von 25% der Mitglieder; also ungefähr so 130 Stimmen.

Es sind noch zwei Wochen, ich sehe die kommende Zeit gelassen und werde sicherlich keine schlaflose Nächte bekommen. Sie hoffentlich auch nicht. Auch nicht nach dem Lesen dieses Beitrages.

Gruß Paul

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