Sonntag, 24. Februar 2008

Das Wissen der nächsten Generation

Wie bereits in meiner Agenda angekündigt wurde, waren wir gestern zur „Didacta“ nach Stuttgart unterwegs. Das Messepublikum war ¾ Frauen unterschiedlichster Altersgruppen. Bei den Männern war ab und zu mal einen 45+ zu erkennen. Ich kann nicht sagen, ob das Einstellungssache ist. Wir haben unsere Tochter zur Messe begleitet, aber hatten jeweils auch eigene gezielte Aufgaben und Erkundungen. Meine Frau hat einen Buchladen in Bad Schönborn, spezialisiert auf Jungend- und Kinderliteratur. Dadurch ist sie in ihr Sortiment komplementär und ergänzend zur Schule aufgestellt.

In diesem Blog noch nicht erwähnt ist der Aspekt, dass ich parallel zu meinem Diplom ebenfalls Lehramt Physik absolviert habe. Ich habe die Lehramtsbefugnis Gymnasium Oberstufe für Physik, Astronomie und Gymnasium Unterstufe Mathematik. Zum Zeitpunkt der Erlangung dieser Befugnisse hatte ich bereits den Beschluss gefasst, als Lehrer an der Schule nicht tätig zu werden. Die Begründung liegt nicht im Didaktischen oder Pädagogischen, sondern bei der Institution Schule und den Ausprägungen von „Kollegium“. Die Fähigkeiten, die ich im Studium jedoch erlangt habe, begleiten mein Berufs- und Privatleben seitdem (mehr dazu demnächst in meinem Blog „Corporate Social Responsibility“)..

Also waren wir in Stuttgart und haben das extrem große Spektrum der Lehrmittel für Grundschule wie auch für weiterführende Schul- und Ausbildungsformen angeschaut. Im Vergleich mit vor 30 Jahren, und im zeitlichen Perspektiv gesetzt, sind die Unterschiede enorm. Gespannt ist ein Jeder natürlich auf den europäischen Vergleich in Pisa über die nächsten Jahre.

Beim Studium der Internetseiten der „Didacta“ hatte ich herausgefunden, dass das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, eine große Menge an anderen Ministerien wie auch öffentlichen Instanzen, dort mit Ständen vertreten waren. Die DJV war ebenfalls dort und zwar gegenüber BMU. Also habe ich mal versucht das Thema CBD im Kontext von CSR anzuschneiden. Leider waren die meiste Standbesetzungen auf ein anderes Publikum eingestellt, sodass die Prozesse gestartet sind, aber erste Ergebnisse noch warten lassen.

Überrascht war ich über den Aspekt, dass in Weiterbildung das Thema Web 2.0 so wenig eingesetzt wurde. Meiste Antworte auf meine Fragen gingen direkt zu der Internetpräsenz meiner Gesprächspartner (also war die Frage nicht verstanden worden).

Anekdotisch und amüsant war die Frage eines Herren der sich danach erkundigte, ob ich Deutschlehrer sei. Zusammen mit seiner Kollegin am Stand, Lehrstuhlinhaberin an der PH Freiburg für das Fach „Deutsch“, entwickelte sich ein interessantes Gespräch über Vergleiche zwischen Sprachen und Dialekten. Ich hatte da angefangen mit: „wenn ich denn Deutschlehrer sei, hätte ich die 5. Vokalverschiebung eingeführt und Gross/Klein abgeschafft“. Wir diskutierten die Sprachen Türkisch und Ungarisch im Vergleich zu West-Europäischen und verglichen Deutsche und Niederländische Literatur der letzten 200 Jahre.

Auf dem Weg nach Stuttgart haben uns viele Autos aus der Niederlanden begleitet. Diese Familien und Personen waren offensichtlich auf dem Weg in die Skiferien. Dieses Ereignis habe ich einen Beitrag in meinem CSR Blog gewidmet.

Gruss Paul .

Keine Kommentare: