Die Vegetationszeit hat noch nicht gerade angefangen kommt die Diskussion um die Biomasse nicht mehr zu Ruhe.
Am 3. April wachte Herr Minister Gabriel (BMU) auf mit der Nachricht, dass die Beimischung (Erhöhung von derzeitig 5 auf zukünftig 10%) von Biosprit nun erstmal abgesagt ist. Die Automobillobby hat mal wieder Gesicht gezeigt. Waren es zuerst die bekannte Vereine, steuerte auch die internationale Automobilindustrie mit Bedenken bei. Wieso nun alte Treibstoffe sich verteuern müssen, wenn neue Mixturen eingeführt werden, hat wohl mehr mit Gerüchten und Politik zu tun als mit Wissen. An dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, dass die Grüne vor so 10 Jahren sehr viel Wind mit dem 5 DM Literpreis erzeugt hatten.
Wie in diesem Blog schon an unterschiedlichen Stellen (hier und hier)verdeutlicht, ist das Thema Produktion von Biomasse nicht nur für Jäger (Wildschaden) relevant. Nachweislich gibt es hierzu große Bedenken im Rahmen Naturschutz, Biodiversität, aber auch weltwirtschaftliche Entwicklung. Im letzten Aspekt hat sich nun die Weltbank am Sonntag geäußert.
Da die westliche Länder nur minimal im Bedarf der Biomasse sich versorgen können, ist Import angesagt. Dieses verlagert das Problem der Agrarproduktion direkt in die Entwicklungsländer, die schon jetzt den Ernährungsbedarf nicht abdecken können. Nun stehen hier Finanzeinahmen und Hunger direkt gegenüber.
Nun will die EU-Kommission die 90 Mio € Landwirtschaft Subventionen streichen. Die USA ist ebenfalls aufgefordert worden.
Wie nun die Bauern in der EU ihre Einnahmen absichern wollen ist ebenso offen wie die der Biomasse Produktionen in der Drittwelt. Aber hier gehen die Rodungen der Regenwälder weiter.
Gruss Paul
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